Dafür trete ich ein (Einfache Sprache)

Spielplätze sind wichtig für Kinder.
Dort lernen Kinder viele Dinge für ihr Leben.

Kinder mit Behinderung können viele Spielplätze nicht nutzen.
Sie verlieren dadurch wichtige Erfahrungen.

Trotzdem werden Spielplätze oft nicht inklusiv gebaut.
Oder sie sind nicht gut geplant.

Menschen mit Behinderung werden bei der Planung oft nicht gefragt.
Dabei sind sie Expertinnen und Experten in eigener Sache.

Auch Gesetze sind ein Problem.
Manche Texte sind unklar.
Manche Texte sind falsch geschrieben.
Diese Gesetze müssen geändert werden.

Das Ziel muss sein:
Neue Spielplätze müssen inklusiv sein.
Auch umgebaute Spielplätze müssen inklusiv sein.

Sand und Holzschnitzel sind Barrieren.
Diese Materialien dürfen kein Hindernis mehr sein.

Es muss viele verschiedene Spielgeräte geben.
Für alle Kinder.

Architektinnen und Architekten brauchen Schulungen.
In diesen Schulungen müssen Menschen mit Behinderung mitarbeiten.

Auch Normen und Regeln müssen geändert werden.


In Deutschland gibt es zu wenige Plätze in Frauenhäusern.
Noch weniger Plätze sind für Menschen mit Behinderung geeignet.

Eine Studie zeigt:
Jede zweite Frau mit Behinderung erlebt Gewalt.
Zum Beispiel körperliche Gewalt.
Sexuelle Gewalt.
Oder psychische Gewalt.

Für Menschen mit Behinderung ist Flucht sehr schwer.
Manchmal ist Flucht fast unmöglich.

Viele erleben schwere Gewalt.
Sie werden geschlagen.
Sie werden gedemütigt.
Sie bekommen kein Essen.
Sie werden festgehalten.
Sie werden vergewaltigt.

Das passiert jeden Tag.

Ein Anruf beim Frauennotruf ist oft riskant.
Und manchmal gibt es keinen freien Platz.
Das zerstört Hoffnung.

Die Kreise und die Bundesländer müssen handeln.
Es braucht mehr barrierefreie Frauenhausplätze.

Der Bund muss die Förderung verlängern.
Und Anträge müssen einfacher werden.


Jedes Kind hat ein Recht auf inklusive Bildung.

In Deutschland wird dieses Recht oft nicht erfüllt.
Auch in Hessen nicht.

In Kindergärten klappt Inklusion oft gut.
Nach der Einschulung endet das häufig.
Spätestens beim Wechsel auf eine weiterführende Schule.

Es gibt Gründe dafür:

  • Es fehlen Lehrkräfte
  • Es fehlen Inklusionskräfte
  • Viele Schulen sind nicht barrierefrei

Auch das Schulsystem ist ein Problem.

Klassen sind zu groß.
Lehrpläne sind veraltet.
Strukturen sind zu starr.

Individuelles Lernen ist so kaum möglich.

Nicht alle Kinder müssen zur gleichen Zeit das Gleiche lernen.
Wichtig ist Unterstützung für jedes einzelne Kind.

Zahlen aus Hessen:

Es gibt 1.859 Schulen.
211 davon sind Förderschulen.

671.420 Kinder gehen zur Schule.
21.100 davon besuchen eine Förderschule.

Nur 16 von 100 Schulen sind barrierefrei.

Viele Kinder mit Behinderung lernen getrennt.
Das sind über 60 Prozent.

Gemeinsames Lernen ist wichtig.

Kinder lernen Empathie.
Sie lernen Rücksicht.
Sie lernen Verantwortung.

Gemeinsames Lernen verhindert Barrieren.
Es stärkt das Zusammenleben.

Inklusive Bildung hilft allen Menschen.
So kann jede Person teilhaben.

Barrierefreiheit